Unterwegs zu einer Fernsehgemeinde.

Erfahrung von Kirche durch Gottesdienstübertragungen

Köln 1998

Titelbild

Die Dissertation ist 1998 vom KIM in Köln publiziert worden und war damit die erste interdisziplinär liturgiewissenschaftlich, medien- sowie kommunikationswissenschaftlich und empirisch durchgeführte Untersuchung zu den Gottesdienstübertragungen im deutschen Fernsehen, mit systematisch-theologischen sowie Übertragungs-konzeptionellen Konsequenzen.

Über 12 Jahre dauerten die Thesen- und Kategorienaufstellung sowie die nach sozialwissenschaftlichen Methoden durchgeführte Analyse von Zuschauerpost.

An der Universität Nijmegen führte diese doppelte – theologische und empirische – Untersuchung darum am 16. März 1999 mit einstimmigem Votum zur Promotion ihres Autors.

Die dort seit vielen Jahren nurmehr interdisziplinär durchgeführten Dissertationen sichern den höchsten akademischen Grad. Dazu trägt insbesondere das mehrstufige Prüfungsverfahren bei:

  1. Der Promotor (“Doktorvater”) und i. d. R. ein zweiter Promotor, die beide den Prozess der Entstehung der Dissertation betreuend begleiten, prüfen nach Einreichung das Manuskript. Halten sie es noch nicht für doktorabel, geben sie es mit Empfehlungen an den Kandidaten zurück, ansonsten geben sie ein positives Votum ab.
  2. Eine Manuskriptkommission wird vom Fachbereich zusammengestellt, zu der i. d. R. auch Professoren anderer Universitäten gehören. Hält die Kommission das Manuskript mehrheitlich noch nicht für doktorabel, gibt sie es mit Begründung zurück, ansonsten gibt sie ein positives Votum ab.
  3. Aufgrund des positiven Votums der Manuskriptkommission gibt die Uni das Manuskript zur Publikation frei und die Arbeit ist für jedermann zugänglich zu veröffentlichen. Der Kandidat liefert i. d. R. einige Dutzend Pflichtexemplare bei der Univerwaltung ab, die die Publikation umgehend auch den anderen Universitäten im Lande zusendet.
  4. Der Fachbereich stellt eine Promotionskommission zusammen, die i. d. R. auch mit Professoren anderer Universitäten besetzt wird. Promovierte Nichtprofessoren können ebenfalls in die Promotionskommission berufen werden. Dieser Kommission obliegt die mündliche Prüfung in Form der öffentlichen Defensio. Es folgt eine kurze Beratung der Prüfer; bei erfolgreicher Prüfung wird sogleich die Doktorsbulle verliehen und der Kandidat wird vom Rector Magnificus als “Doktor” angesprochen. Der Titel ist ab dann sofort führbar.

Die nachstehende Video-Dokumentation fasst die Defensio, die öffentliche Verteidigung, mitsamt Verleihung und Laudatio zusammen.




Verteidigung der Dissertation vor der Promotionskommission an der Universität Nimwegen am 16. März 1999.

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